Daria – mehr als die Heldin der Geschichte
Aktualisiert: 9. Aug.
Daria war von Anfang an die Figur, durch deren Augen sich Das SAGENhafte Trio entwickelt. Aber je weiter sich die Geschichte voran schritt, desto klarer wurde: Sie ist nicht einfach nur die Heldin.
Daria ist diejenige, die Dinge wahrnimmt, die andere nicht sehen können. Schon früh bekommt sie Visionen und erlebt Momente, in denen Gegenwart und Vergangenheit miteinander verschwimmen. Was zunächst wie eine merkwürdige Begabung wirkt, wird im Verlauf der Geschichte zu etwas, das sie zunehmend belastet.
Denn eine Vision bedeutet nicht automatisch, dass man versteht, was man gesehen hat.
Daria muss lernen, mit Bildern, Erinnerungen und Eindrücken umzugehen, die eigentlich nicht ihre eigenen sind. Sie sieht Dinge aus einer Vergangenheit, die sie selbst nie erlebt hat – und je tiefer sie in die Geschichte von Schmoel hineingezogen wird, desto schwieriger wird es, zwischen dem Erlebten und dem Gesehenen zu unterscheiden.
Das macht sie für mich zu einer interessanten Hauptfigur.

Sie ist neugierig und entschlossen, aber sie ist keine unverwundbare Heldin. Sie kann Angst haben, zweifeln und Entscheidungen treffen, die sie später bereut. Gleichzeitig besitzt sie eine innere Stärke, die im Laufe der Geschichte immer wichtiger wird.
Auch ihre Beziehung zu Hannes und Nico verändert sich dadurch. Die drei könnten unterschiedlicher kaum sein. Gerade deshalb müssen sie erst lernen, einander zu vertrauen.
Und Daria trägt dabei eine besondere Last:

Sie ist die Einzige von ihnen, die wirklich zwischen den Zeiten steht.
Ihre Visionen sind deshalb nicht einfach ein erzählerischer Trick. Sie sind ein Teil ihrer Geschichte – und irgendwann werden sie sie an einen Ort führen, von dem sie nicht einfach wieder zurückkehren kann.
Damit beginnt für Daria der schwierigste Teil ihrer Reise.



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